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Willkommen auf dem Blog des Pastoralen Raums Südlippe-Pyrmont!

Dieser Blog ergänzt die Website des Pastoralen Raumes (www.katholisch-in-suedlippe-pyrmont.de) mit geistlichen Impulsen, Gebeten und Gedanken zur Zeit.

Sie wird betreut vom Team des Pastoralen Raumes.

Christi Himmelfahrt – ein zweiter Abschied!?

40 Tage nach Ostern feiern wir als Christen das Fest Christi-Himmelfahrt in Bezug zur Apostelgeschichte, wo es heißt:

 „Vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen“ (Apg 1,3b).  

Vierzig Tage Zeit alle Zweifel und Unsicherheiten im Blick auf die Auferstehung zu klären, den Glauben an Seine leibhaftige Auferstehung Grund zu legen. Nachdem so der Glaube in den Aposteln und Jüngern verwurzelt ist, verabschiedet Jesus sich erneut, er entzieht sich ihren Blicken, er fährt zum Himmel auf. Lässt er sie und damit auch uns allein?

Foto: Irene Olma

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Damit aus Waisen Weise werden

von Pfarrer Stefan Schiller

Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen. Ein altertümliches Wort. Waisen. Geläufig vielleicht am ehesten aus alten Kindergeschichten, in denen von armen Waisenkindern die Rede ist, die in einem düsteren und unfreundlichen Waisenhaus leben müssen.
Nicht gebräuchlich allerdings, wenn man über Erwachsene redet. Aber genau das tut Jesus: Er spricht zu erwachsenen, gestandenen Männern.
Das erzählt erst einmal etwas von der Tiefe der Bindung, die sie zu Jesus aufgebaut haben. Ausgerechnet Er mutet ihnen das Gefühl der tiefen Verlassenheit zweimal zu. Zum ersten Mal nach seiner Kreuzigung, als all ihre Hoffnungen sich im Wind zerstreut hatten. Ein zweites Mal nach seiner Auferstehung und der beglückenden Erfahrung, dass diese Hoffnung nicht unbegründet war.
Sie werden das im Herzen gespürt haben, was die beiden Jünger von Emmaus in die sehnsuchtsvolle Aufforderung gekleidet haben „Bleib doch bei uns, denn es will Abend werden, der Tag hat sich schon geneigt“.
Wahrscheinlich geht es vielen in diesen Tagen ähnlich inmitten der Gefühle von Einsamkeit und Verlassenheit, dass da doch einer sein soll, der mich nicht verlässt, mir das Empfinden nimmt, als Waise zurückgelassen zu werden inmitten dieser Abendstunde der Menschheit.
Jesus erkennt diesen wunden Punkt seiner Freunde, der Menschen aller Zeiten. Keiner möchte verlassen werden und verlassen sein wie ein Waisenkind ohne Halt und Geborgenheit.
Dort hinein spricht er seine Zusage: Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen!
Dass das keine leeren Worte sind, zeigt sich in aller Wucht am Pfingsttag: Der verheißene Geist reißt die Türen der Angst auf. Er schafft eine neue Gemeinschaft. Er löst die Zungen und erfüllt die Herzen.
Der Geist lässt uns buchstäblich von Waisen zu Weisen werden, weil Er in der Wahrheit hält und immer tiefer in die Wahrheit hineinführt, die ganz einfach und schlicht ist: Gott ist wirklich. Gott ist da. Mit Gott ist keiner zurückgelassen, keiner allein.
Nutzen wir also besonders die Bitttage vor Christi Himmelfahrt und die Pfingstnovene, um diesen Geist zu bitten, für uns und alle, die sich zurückgelassen fühlen wie Waisen.

Am Vorabend von Pfingsten wollen wir ab 21.00 Uhr in der neuen Kirche in Schieder eine Pfingsvigil feiern, die auch per Livestream übertragen wird. Wegen der beschränkten Größe des Raumes ist die Platzanzahl begrenzt. Aber Sie können anders dabei sein: Senden Sie uns per Mail ein kurzes Erlebnis, eine besondere Begebenheit aus ihrem Leben, in denen sie gespürt haben „Hier war der Geist Gottes am Werk“. Wir werden diese Geisterlebnisse gerne in die Vigilfeier einbauen (schiller@katholisch-in-suedlippe.pyrmont.de).

 

 

Alles neu macht der Mai !

„Alles neu macht der Mai!“

Das sagt man wohl so, weil man sich freut, dass es mit dem Wetter immer besser wird, dass es nicht so unstet ist wie oft im April (obwohl sich in diesem April sicher nicht nur Bauern mehr Abwechslung beim Wetter gewünscht hätten). 

Der Mai gilt als schön, gar als „Wonnemonat“. Man geht spazieren, freut sich der Sonne und der Blumen, den blühenden Bäumen…(und fragt sich, neenbei bemerkt, wie lange diese Idylle wohl noch so weitergeht).

Viele Menschen freuen sich auf den Mai auch wegen den vielfältigen Gelegenheiten, Maria zu verehren: Gemeinsames Rosenkranzbeten, Wallfahrten, Maiandachten.

Es ist kein Zufall, dass der Mai zum „Marienmonat“ geworden ist: Mit dem Mai kommt Neues in die Welt. Pflanzen, die wie im Schlaf lagen, blühen wieder und auch der eigene Geist kommt nach den Wintermonaten wieder in Schwung. 

Auch mit Maria kam das Neue in die Welt. Sie war der „fruchtbare Boden“ für das „Einfallen Gottes“ in diese Welt.

Das heißt für mich:

    • Du bist nicht zu jung, zu alt, du bist kein „hoffnungsloser Fall“, nicht schon „verblüht“. Gib Dich nicht auf, der große Gott glaubt an Dich (selbst wenn Dir der Glaube an ihn manchmal schwer fällt)
    • Sag wieder „Ja“ zu ihm, so, wie Maria das getan hat! Der Glaube ist nichts statisches, kein „Das war schon immer so“, sondern ein „immer wieder Ja“ – nehmen Sie sich bewusst Zeit, um Gott im Gebet zu sagen: „Zu Dir sag ich wieder mein Ja!“ 
    • In den meisten Darstellungen trägt Maria das Kind auf dem Arm, in manchen hält sie das Jesuskind nach vorn. Wir halten Jesus in diese Welt. Gott wählt nicht den Weg, einfach sich selbst in seiner Macht und Herrlichkeit zu zeigen, sondern den mühsamen Weg über den Menschen. Er offenbart sich als Mensch in Jesus Christus und an uns will er zeigen, wie Christsein geht. Wir kommen auch nur über den manchmal mühsamen Weg über andere Menschen zu ihm, aber gerade da, wo es uns schwerfällt, ist ER zu finden.
    • Aber das müssen wir nicht alleine machen. ER ist ja dabei, ER, der mit seiner Kraft die Natur zum Blühen bringt, ist es, der auch uns blühen lassen will.

Maria hat an diesen blühenden Gott geglaubt und ist in ihrem Glauben vielen Menschen ein Vorbild.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnetes Woche. Glauben Sie daran: „Alles neu macht der Mai!!“

Ihr Pastor Pascal Obermeier

Streich das Wort „MUSS“!

von Gemeindereferentin Sonja Teuber

 

Neulich habe ich in einer Zeitung eine schöne Geschichte gelesen, die mich schmunzeln ließ. Eine Person ist im Zwiegespräch mit Gott. Eines Morgens bekommt sie von Gott die Empfehlung „blau zu machen“. Doch sie reagiert fast typisch, könnte man sagen, dass sie doch erst noch das Mittagessen kochen muss, die Wäsche waschen muss, die Einladungen zum Geburtstag schreiben muss, die Oma anrufen, die Kinder zum Schwimmen bringen, … eben halt noch ganz viel tun muss. „Streich das Wort „MUSS“!“ weiterlesen

Ostermontag

von Sonja Teuber

Zwei Jünger sind unterwegs in ihrer Trauer. Sie unterhalten sich über die Ereignisse, die geschehen sind und von denen sie gehört haben. Dann kommt ein weiterer Mann dazu und geht ihren Weg mit. Er fragt, deutet und erklärt ihnen die Situation und ihnen geht es in seiner Gegenwart besser. Als er gehen will, bitten sie ihn, bei ihnen zu bleiben. Sie begehen gemeinsam das Mahl und der Fremde teilt das Brot, da gehen ihnen die Augen auf und sie erkennen Jesus als den Auferstandenen. Und sie fragen sich: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete? (Vgl. Lk 24,13-32)

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